Der fast volle Mond über den Werd-Inseln im Hochrhein

Zwei Tage vor dem im Kalender eingetragenen Datum des perfekt runden Vollmonds ging der Trabant bei ausreichendem Rest-Tageslicht auf, so dass die Inseln im Rhein noch klar erkennbar waren; spontan entschied ich mich, die romantisch-verklärte Stimmung in einem Schwarzweiss-Bild festzuhalten. Faszinierend tief hing der Mond über dem Rhein und sein Licht spiegelte sich silbern im ruhig dahinfliessenden Wasser des Flusses.

Gestört wurde das Idyll bloss von einer Myriade kleiner aggressiver Stechmücken, die sich in wildem Blutrausch auf mich stürzten. Während ich den Auslöser der Camera für die mehrere Sekunden dauernde Belichtung sorgfältig drückte, ohne dabei eine Erschütterung zu verursachen, konnte ich im Dämmerlicht ein gutes Dutzend der kleinen Biester beobachten, wie sie sich gierig auf meinem Unterarm niederliessen und zustachen. An Widerstand war angesichts der Verwacklungsgefahr natürlich nicht zu denken.
Rasch machte ich einige Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen, zwischen denen ich reichlich erfolglos versuchte, die Moskitos zu verscheuchen.

Spontan musste ich an Cicero’s “de finibus” denken, worin der römische Denker unter Anderem zum Ausdruck bringt, dass es gelegentlich notwendig sei, ein kleineres Übel zu akzeptieren, um zu einem grösseren Wohl zu gelangen. Wie im richtigen Leben.
Ich war trotzdem heilfroh, dass ich den Ort meines Blutopfers nach relativ kurzer, aber als sehr lang empfundener Zeit wieder verlassen konnte.

Als ich tags darauf den entwickelten Film betrachtete, waren die Mückenstiche tatsächlich längst vergessen – das Bild vom Mondaufgang wird bleiben. Und die Geschichte dazu erhöht sogar dessen Erinnerungswert.

Das Bild ist selbstverständlich als Grusskarte erhältlich!

Drei Bilder aus der Via Mala Schlucht

Diese Woche fotografierte ich in der Via Mala Schlucht. Bizarre, abstrakte Felsformationen! Mit drei gelungenen Ansichten war diese Fotoexkursion mehr als geglückt! Hier sind meine Aufnahmen aus der Schlucht.

Zusammen mit den drei Bildern aus der Schlucht stelle ich zwei neue Editionen vor: die “Studio Edition” und die “Lounge Edition”.

Die “Studio Edition” ist ein Bild in der Grösse von 28cm x 35cm  in einem Rahmen von 40cm x 50cm aus rohem, 20mm breitem Buchenholz.
Das Glas ist doppelt entspiegeltes Museumsglas.

Die “Lounge Edition” kommt im grosszügigen, luxuriösen Format von 64cm x 80 cm daher, hat einen 20mm breiten Rahmen aus rohem Kirschholz, wie alle andern Editions einen massgeschneiderten Passpartout und ein doppelt entspiegeltes Museumsglas. Die Bildgrösse misst 40cm x 50cm.

Bereits bekannt ist ja die “Atelier Edition”, hier nochmals zur Erinnerung und als Hochformat: Rahmen 30cm x 40cm, Bildgrösse 20cm x 25cm. Rohes Ahornholz als Rahmen in 15mm Breite.

Die Preise betragen für die “Atelier Edition” 650 Franken, für die “Studio Edition” 900 Franken und für die “Lounge Edition” 1200 Franken.
Jeweils inklusive Mehrwertsteuer und mit persönlicher Lieferung.

 

20 Minuten am Hochrhein bei Stein am Rhein

Gestern hatte ich meine Fuji 6×9 Camera mit dem 65mm Weitwinkelobjektiv auf dem Stativ in den Hochrhein gestellt. Der FOMA200 Film hat bei mir effektiv 100 ASA, der vorgeschraubte Orangefilter schluckte nochmals 2 Blenden, also ASA 25. Dazu verwendete ich noch einen ND1000 Neutralgraufilter, welcher die Belichtungszeit um 10 Blenden verlängert. Kompliziert? Kurzum: die Belichtungszeit betrug gute 20 Minuten, vom Kursschiff und allen anderen Aktivitäten ist nichts mehr zu sehen, aber ich finde, das Bild habe eine besondere Aura. Durch die lange Belichtungszeit wird alles Bewegte mehr oder weniger unscharf, bloss Steine sind unbewegt abgebildet. Ein wenig wie mit einer Lochcamera, aber anders. Diese Technik will ich bei meinen kommenden Bergbildern anwenden, um die “Wolken ziehen zu lassen”…
Herzlich Allen ein gelungenes Wochenende!

Früh in die Hosen und ab in die Hose!

Die kleine Halbinsel eine Meile flussabwärts heisst tatsächlich “Hose” – warum dies so ist, habe ich noch nicht herausgefunden, aber das Wortspiel ist bei uns bereits zum geflügelten Wort geworden.
Nicht bloss zum Sonnenaufgang ist das Flussufer dort enorm pittoresk, sondern auch zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit. Letzte Woche besuchte ich das Gebiet in der Absicht, den untergehenden Vollmond im Südwesten zu fotografieren, mit dem Wasser und einigen Bäumen im Vordergrund idealerweise….  Um diese Stimmung einzufangen, hatte ich bereits kurz nach 6 Uhr morgens meine Linhof Technika im niedrigen Wasser des Rheins aufgebaut. Leider war der Mond dann hinter Wolken verborgen, also wandte ich den Blick nach Nordosten, wo sich hinter einem Wolkenband die ersten Sonnenstrahlen zeigten.

Hier  ist das schwarzweisse Bild, das dabei entstand: Nächsten Sonntag ist übrigens Muttertag! Blumen als Geschenk sind dann eine Selbstverständlichkeit, genauso wie an jedem andern Sonntag des Jahres!

Ich hätte da noch eine andere Idee: Ein Gutschein für ein Portrait oder ein Familienbild – professionell fotografiert in digitaler und klassischer Technik und mit einem schönen Bild auf edlem Papier als Resultat. Auf Wunsch auch gerahmt mit Passepartout. In der VIP-Variante kommt noch eine professionelle Make-Up Artistin dazu und kümmert sich um Haare, Teint und Styling.
In Zeiten der inflationären Handy-Knipserei ist so eine Fotosession ein echtes Statement! Das dabei entstandene Bild sowohl eine lebenslange Erinnerung an 2021 und auch ein begehrtes Geschenk für Familienangehörige.

Die Gutscheine gibt es hier in meinem Shop – einfach klicken und auswählen!

Funkspruch #4 ist online

Heute unterhalte ich mich mit meinem Fotografenkollegen Zvoni Pisonic, der im ehemaligen und heute umgenutzten Luzerner Hallenbad “Neubad” ein professionelles Labor unterhält. Zvoni ist klassisch ausgebildeter Fotograf mit einer Zusatzausbildung als Animationsfilmer; heute arbeitet er als Fotograf am Landesmuseum und kümmert sich um die Konservierung alter Schätze mit neuster digitaler Technik. Unser Gespräch dreht sich unter Anderem um die Frage: “Warum fotografieren im Zeitalter des allgegenwärtigen Mobiltelefons?” Der Funkspruch hätte locker 8 Stunden dauern können, wir haben uns bemüht, in 45 Minuten und 16 Sekunden alles Wichtige zu sagen. Hörenswert!

Zu hören in meiner Rubrik “Funksprüche” oder hier.

Ich werde Dozent!

Eigentlich bin ich das ja bereits; die Teilnehmer meiner Workshops kennen mich in dieser Rolle.

Nun aber habe ich mich auf eine seriöse Stelle als Dozent für Fotografie einer Schweizer Hochschule beworben – für die Präsentation im Hinblick auf diese 25%-Stelle musste ich zum ersten Mal in meiner Karriere ein Curriculum Vitae verfassen. Es gibt auch im fortgeschrittenen  Alter noch Überraschungen!

Spontan dachte ich mir, diese Aufgabe sei so ca. in einer halben Stunde erledigt – nach zwei Tagen recht intensiven Nachforschens in meiner eigenen Historie und Ringen um die richtigen Worte war das Dokument dann endlich publikationsbereitl

Zwischendurch hatte ich den Eindruck, ich schriebe an meinem eigenen Nekrolog….

Um der Zusammenfassung meiner bisherigen Taten die Anmutung des Nachrufes zu nehmen, lasse ich das CV in der Zukunft beginnen.

Und um die möglicherweise vorhandene Neugier meines geneigten Publikums zu befriedigen: Hier ist die (kurze) Zusammenfassung meiner bisherigen Vita.

Ich bin gespannt auf die Zukunft!

Clickhere for my CV, please!

Someting different!

Die SUP-Saison ist eröffnet – zum ersten Mal auf dem Rhein vor unserer Haustür. Just Great!

One mile down the river – or “In d’Hose!”

Just one mile down the river Rhine from where I live is situated a lovely little peninsula with a marvellous, giant oak tree – just in the right place!
Instantly I knew that this is a long-term photographic project!

Erste Skizzen letzte Woche überzeugten mich: hier kann ich quasi vor meiner Haustür ein fotografisches Langzeit-Projekt starten, welches im Herbst nächsten Jahres in einem Buch seine Vollendung finden wird.
Die Eiche ist tatsächlich an genau jenem Platz, an welchem ich sie hinzeichnen würde, stünde sie nicht bereits dort (und könnte ich zeichnen…) – und auch sonst zeigen sich phantastische Motive!

The Peninsula’s name: Hose!  Grossartig, nun zeigt sich der Sinn des Ausspruchs “In d’Hose!”….

Stay tuned!

Erste “Atelier Edition” ist bereit zum Hängen!

Bereit zum Aufhängen!
In meiner Werkstatt liegen die drei verkauften “Atelier Edition”-Ausgaben meines Bildes “Davos Twilight” und warten darauf, bei ihren neuen Besitzern aufgehängt zu werden! Ich freue mich sehr über den Erfolg meiner ersten “Atelier Edition” und werde schon bald neue folgen lassen. Für Technikinteressierte: Fotografiert mit der Linhof Technika und dem 90mm f8 Nikon Weitwinkel bei ca. 15 Grad Minus. Film: Adox CHSII entwickelt in FX39II, Verdünnung 1+25. Den Scan habe ich sorgfältig bearbeitet und dem Bild mit einem Split-Tone-Verfahren zusätzliche Tiefe verliehen. Gedruckt auf mattem, hochwertigem Kunstpapier und dann gerahmt in einem rohen Ahorn-Rahmen im Format 30cm x 40cm, der Passepartout misst 19cm x 25cm und das Glas ist doppelt entspiegeltes Museumsglas. Auf der Rückseite befindet sich mein Echtheitszertifikat. Wie immer bei meinen hochwertigen Bildern findet die Übergabe persönlich statt!
Frohe Ostertage wünsche ich allen!

NEU: Atelier Edition by Markus Senn

Der 16. Januar war ein sonniger Tag mit angenehmer Temperatur. Von der Schatzalp stieg ich zu Fuss zur Strelaalp hoch, im Rucksack meine 4/5″ Linhof Technika mit Objektiven und Filmkassetten. Tief sank ich im neugefallenen Schnee ein und der Spaziergang war entsprechend schweisstreibend.
Gegen Abend hatte ich den geeigneten Ort gefunden, von wo aus ich den Ort mitsamt dem Tinzenhorn mit dem 90mm-Objektiv abbilden konnte.
Nach dem Sonnenuntergang wurde es blitzartig frostig. Bei gefühlten minus 15 Grad wartete ich auf den richtigen Moment, in welchem gerade noch genügend Tageslicht die Landschaft erhellt, aber auch bereits die Lichter im Dorf diamantartig aufleuchten.
Nach der Belichtungszeit von gut drei Minuten packte ich meine Sachen in fast vollständiger Dunkelheit bei fahlem Mondlicht ein und marschierte zurück zur Schatzalp.
Ein Nachtspaziergang nach einem erfüllten Fotografentag!

Das Bild “Davos Twilight” biete ich im Rahmen meiner neu ins Leben gerufenen “Atelier Edition” als hochwertigen Print im Format 19cm x 25cm an. Das Bild ist auf Museumskarton aufgezogen, der Passepartout ist im Goldenen Schnitt präzise ausgeführt (das heisst, unten ist mehr Rand als oben) und der Rahmen im Format 30c, x 40cm ist aus massivem, rohem  Ahornholz. Als Glas kommt reflexarmes Museumsglas Mirogard* zur Verwendung.

Die Edition besteht aus einer Auflage von 3 Stück: Jedes ist auf dem Passepartout unterhalb des Bildes mit dem Titel beschriftet, numeriert und von mir signiert. Auf der Rückseite des Rahmens befindet sich mein Echtheitszertifikat mit weiteren Angaben zum Bild.

Der Preis pro Bild, inklusive Rahmen selbstverständlich und auch inklusive MWSt., beträgt 650 Franken.

Nachdem die drei “Atelier Edition”-Bilder verkauft sind, werde ich das Bild nicht mehr in diesem Format zum Kauf anbieten. Natürlich werden die Bestellungen nach ihrem Eingang berücksichtigt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wie im richtigen Leben.

Ich werde meine neue “Atelier Edition” schon bald mit neuen Bildern ausstatten und in Kürze darüber berichten.

A walk with the Rolleiflex

Der Frühling lässt noch ein kleines Bisschen auf sich warten, noch sind die Bäume scheinbar tot. Bald schon werden sie ausschiessen, die Explosion ist nur noch eine Frage von kurzer Zeit…
Ein Spaziergang mit der Rolleiflex aus den 50er Jahren -eine Serie A Automat mit dem 3,5/75 Schneider Objektiv, um genau zu sein- zeigt einmal mehr, was Fotografen schon immer wussten: Mit der Rolleiflex stehst Du immer am genau richtigen Ort. Perspektivisch mindestens. Enjoy!

Frühlingsputzete im Archiv

Diese Woche sotierte ich in meinem Archiv diverse CDs mit Bildern von Anfang des Jahrtausends aus – zahlreiche darunter waren bereits nicht mehr lesbar!

Ganz im Gegenteil meine Dias in der analogen Abteilung meines Archivs: dieses Fuji Velvia Dia im Format 4×5″ von ca. 1998 scannte ich ein, entfernte ein paar Stäubchen digital und schon hatte ich ein perfektes Bild, das ich auch für meinen Kalender “Bäume 2022” verwenden könnte.

Alte Aare bei Aarberg